Unser Mission: Wir möchten die kleinen, feinen Läden unterstützen, die unsere Städte so einzigartig machen. Dabei stehen natürlich auch die Ladeninhaber und ihre inspirierenden Geschichten im Vordergrund. Deshalb möchten wir euch in einer Reihe von Interviews, die Personen hinter den kleinen Läden und Manufakturen vorstellen. Passend zur Weihnachtszeit und den saisonalen Leckereien, beginnen wir mit Sandra Stops, Inhaberin der Schokoladen- und Pralinenmanufaktur Sinn für die Sinne. Wir haben uns mit ihr getroffen, um über die Entstehung ihres Unternehmens, ihre unheimlich leckeren Kreationen – und natürlich ihr Leidenschaft für Schokolade zu sprechen.

 

Wie entstand Sinn für die Sinne und welche Geschichte steckt auch hinter dem Namen?

Ich liebe Schokolade und das schon seit frühester Kindheit, nur logisch, dass ich meine Leidenschaft irgendwann zum Beruf machen musste, um den Genuss, das Entdecken, meine Neugier, das Experimentieren und die „Arbeit mit Menschen“ zusammen zu bringen. Der Name „Sinn für die Sinne“ steht genau dafür – zurück zu einem Leben mit allen Sinnen, nicht nur, aber gerade beim Schokoladen- und Pralinenessen. Denn sowohl meine Pralinen als auch meine Schokoladen sind so viel mehr als „Packung auf, kauen, schlucken und das nächste Stück“ – sie sind ein Genuss für alle Sinne!

Da sich bei Sandra alles um das bewusste Genießen dreht, ist sie mit Sinn für die Sinne Slow Food Unterstützer. Die Vereinigung Slow Food Deutschland setzt sich für bewussten Konsum, traditionelles Handwerk und die Bewahrung regionaler Geschmacksvielfalt ein.

 

 

Wie wählst du deine Zutaten aus und woher beziehst du sie?

Die verwendeten Zutaten wähle ich in erster Linie nach Geschmack aus, dann nach Saison. Zudem sollten die Zutaten möglichst aus der Region stammen und wenn ́s dann noch bio ist, prima! Die Walnüsse kommen aus Brandenburg (außer in diesem Jahr – da hat uns die schlechte Ernte einen Strich durch die Rechnung gemacht, deshalb kommen die Nüsse dieses Mal aus Frankreich). Das Obst beziehe ich aus der Region, ebenso wie die Kräuter. Für einige unserer Pralinen lassen wir sogar ganz gezielt Kräuter anbauen, darunter afrikanisches Zitronenkraut, Perilla, Rosmarin und Fruchtsalbei.

 

 

Welches Produkt ist deine Spezialität?

Selbstverständlich meine handgefertigten Pralinen, die mit viel Liebe, frischer Sahne, Fruchtpürres, Kräutern und Gewürzen gemacht sind. Als Pralinenmanufaktur sind wir besonders stolz, dass wir im Dezember 2017 nun schon zum zweiten Mal für „Bestes Berliner Naschwerk“ ausgezeichnet wurden, dieses Jahr für unsere Gin-Gurken-Praline!

 

 

Zusätzlich zu deiner Manufaktur und dem angeschlossenen Verkauf bietest du auch Genussabende an. Wie läuft solch ein Abend ab?

Genussabende sind Reisen in die Welt des Kakaos und der Schokolade unter fachkundiger Anleitung in unserer Manufaktur in Berlin Mitte. Dabei liegt der Fokus auf dem Genießen mit allen Sinnen – Schmatzen, Schnüffeln, Schlürfen und Lachen sind ausdrücklich erlaubt! Neben dem Verkosten von sortenreinen Schokoladen, solchen aus unterschiedlichen Anbauländern oder Plantagen, extralang conchiert oder auch gar nicht conchierte Schokoladen, Kakaobohnen und Vielem mehr, beschäftigen wir uns bei einem Genussabend auch mit den Anbau und der Ernte des Kakaos bis hin zur Schokoladenherstellung – und das stets kurzweilig, unterhaltsam, manchmal herausfordernd, und auf jeden Fall lecker! Wer sich von meiner Begeisterung für Schokolade anstecken lassen möchte, ist hier genau richtig.

 

 

 

Hast du einen Lieblings-Fun-Fact über Schokolade?

Ja! Den habe ich tatsächlich: Schokolade wurde sehr lange Zeit nur als Medizin verkauft – interessanterweise gegen Fieber und Bauchweh! Das gefällt mir sehr, dass die Menschen schon immer an die wohltuende Wirkung von Schokolade geglaubt haben.

 

 

Vielen Dank, Sandra.

 

 

 

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Weitere Informationen zu Sandras Schokoladen- und Pralienenmanufaktur sowie zu ihren Genussabenden findet ihr hier.

 

 

 

 

[Bilder: Sinn für die Sinne]