In der heutigen Großstadthektik ist es nicht leicht, den Blick für’s Wesentliche zu behalten. Die beiden Schwestern Anna und Julia vom Blog subvoyage haben es sich zur Aufgabe gemacht zu zeigen, wie einfach und schön ein bewussteres Leben sein kann. Dazu zählen für sie vor allem die Bereiche Umweltschutz und Konsumverhalten: Bewusster kaufen, kochen und reisen – ohne auf etwas verzichten zu müssen. Wir haben die beiden in der schönen Domstadt getroffen und ihnen nicht nur vier Fragen über sich gestellt sondern (ACHTUNG SPOILER) mit ihnen eine Green Fashion-Tour durch Köln auf die Beine gestellt! Was es damit auf sich hat, erfahrt ihr hier.

 

1. Wer und was steckt eigentlich hinter subvoyage? Erzählt uns doch etwas von euch!

Julia: subvoyage ging bereits im Spätsommer 2015 online – zunächst als nachhaltiger Reise-­Blog. Für die Uni – ich studiere Online­-Redakteur an der TH Köln – habe ich damals eine kleine Reportage zum Thema „Zertifikate in der Eco­Tourismus­Branche“ geschrieben. Schnell hatte ich mehr Recherche­-Material zusammen, als ich in der Reportage unterbringen konnte. Die ersten Artikel auf subvoyage sind Interviews, die ich für diese Reportage geführt habe. Mein Ziel war es diesen nachhaltigen Themen eine Plattform zu bieten und sie nicht in den Tiefen meiner Festplatte verschwinden zu lassen.

Das Thema Reisen alleine hat mich allerdings nicht ausgefüllt. Es gibt noch so viele andere Dinge, die mich interessieren und über die ich mehr lernen möchte. Vergangenen Herbst stand daher die Umstrukturierung von subvoyage an. Passend dazu ist Anna, meine kleiner Schwester, im Oktober 2015 zum Blog­-Team gestoßen. Seitdem hat sich einiges getan!

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Anna: Mittlerweile trägt subvoyage den Titel ”Bewusstes Online­-Magazin”. Hier findet man neben Reiseberichten nun auch Fair ­Fashion­-Outfits, Interviews mit kreativen Köpfen aus der nachhaltigen Szene, Naturkosmetik-­DIYs, persönliche Gedanken und vegetarische Rezepte. Die Food-­Ecke ist mein Bereich. Neue Rezepte zu kreieren, unbekannte Zutaten zu testen – und natürlich auch die Leckereien zu verspeisen – macht mir umheimlich viel Spaß.

Das Bloggen zu zweit hat uns als Schwestern noch näher zusammen gebracht. Wir verbringen viel Zeit gemeinsam auf Erkundungstouren oder lachend vor der Kamera. Momentan pendle ich noch aus unserer Heimatstadt Aachen zu Julia nach Köln, da ich dort BWL studiere. Ich freue mich schon jetzt drauf im nächsten Jahr vermutlich auch eine Kölnerin sein zu dürfen.

 

2. Auf welcher „Mission“ seid ihr unterwegs? Was möchtet ihr mit anderen teilen?

Julia: Der nachhaltige und faire Umgang mit der Umwelt und Mitmenschen sowie bewusster Konsum spielt in unserem Alltag eine große Rolle. Wir beschreiben den Weg zu einem nachhaltigen Lifestyle gerne als eine Art Reise. Jeden Tag lernt man etwas dazu, kleine Schritte sind vollkommen in Ordnung – niemand ist perfekt. Den erhobenen Zeigerfinger wird man auf subvoyage daher auch nirgends finden. Vielmehr möchten wir durch unsere Artikel und Bilder zu einem grünen Lifestyle inspirieren und zeigen, dass dieser keinesfalls ausschließlich mit Verzicht einhergeht.

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Anna: Das Anstoßen des Umdenkens ist für uns eine Herzensangelegenheit. Fair­ Fashion hat längst nichts mehr mit verschrieener „Öko“-­Kleidung zu tun. Faire Produktionsbedingungen lassen sich eben mit jedem Design verbinden. Nachhaltige Mode ist auch längst nicht mehr so teuer wie man denkt. Wir möchten auf subvoyage daher mit Vorurteilen aufräumen – natürlich nicht nur im Bereich Mode. Ein großer Traum ist es, dass bewusster Konsum und ein nachhaltiger Lifestyle selbstverständlich wird und keiner großen Erklärung mehr bedarf.

 

3. Habt ihr Shopping­Tipps für uns? Wo stöbert ihr gerne?

Julia: Meine erste Wohnung in Köln lag direkt am Zülpicher Platz. Von dort aus ist das Rathenauviertel quasi direkt um die Ecke. In dem beliebten Veedel findet man viele kleine Boutiquen, ich hatte es also tatsächlich nicht weit bis zu den nächsten Shopping-­Möglichkeiten. Gleich 4 der Läden unserer Green­ Fashion­-Tour in der Findeling­-App liegen im Rathenauviertel.

Mittlerweile bin ich nach Ehrenfeld gezogen – ich mag das Veedel unheimlich gerne! Direkt an Ehrenfeld grenzt das Belgische Viertel. Auch dort findet man, genau wie im Rathenauviertel, viele tolle kleine und vor allem auch individuelle Läden. Kein Wunder, dass gleich 3 weitere Läden der Findeling-­Green­ Fashion­Tour dort zu finden sind.

Green Fashion KölnAnna: Mein absoluter Favorit: Der FUNKION SCHNITT Store in der Ehrenstraße. Die Mädels im Store sind allesamt unglaublich nett. Jedes Mal ist es uns eine Freude durch den Laden zu bummeln. Hier findet man Basics in den unterschiedlichsten Formen und Farben. Auch super interessant: Im Laden gibt es eine Materialkunde zum Anfassen!

Und dann mag ich quasi alle Läden, in denen es Kleidungsstücke von ARMEDANGELS gibt. Das Label hat keinen eigenen Laden. Man findet die Kleidungsstücke jedoch in diversen Fair­Fashion-­Stores in Köln – etwa bei green guerillas oder aber Fairfitters, beide sind in unserer Findeling-­Tour zu finden. Jedes Mal wenn wir auf Shopping-­Tour sind greifen wir unbewusst zu dieser Marke. Es kommt nicht selten vor, dass Julia und ich unabhängig von einander sogar zum selben Teil greifen.

 

4. Was liebt ihr an Köln ganz besonders? Wo seid ihr am Liebsten unterwegs?

Julia: Unser Heimatort ist ein Dorf im Vergleich zu Köln. Genau das war es, was mich gereizt hat. Groß, bunt und auch ein wenig laut. Beinahe jeden Tag entdecke ich etwas neues – und ich habe längst noch nicht alles gesehen! Gleichzeitig gibt es unheimlich viele Grünflächen, die zum Abschalten und Erholen einladen. Gerade in Ehrenfeld fühlt man sich stellenweise wie in einem kleinen Vorort, ist aber dennoch gerade einmal 10 Minuten von der Kölner Innenstadt entfernt. Diesen Mix mag ich besonders gerne.

Am liebsten schlendere ich durch Veedel wie das Rathenauviertel oder auch das Belgische Viertel, dort man kann nämlich nicht nur gut shoppen. Abends sitzen die Menschen dort lachend und quatschend vor den Restaurants und Kneipen, auf den Tischen flackern bunte Kerze und alles wirkt so unkompliziert. Ich finde das hat etwas magisches. Manchmal fühlt es sich an wie eine Reise in Süden und man vergisst, dass man sich in einer deutschen Großstadt befindet.

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Anna: Am Wasser sein bedeutet für mich immer auch ein ganz klein wenig wie im Urlaub fühlen. Städte mit einem Fluss oder einem großen See reizen mich daher besonders. Der Rhein in Köln hat da tatsächlich einiges zu bieten. Den Flusslauf entlang schlendern, mit Blick über die weite Fläche einen Kaffee genießen oder am Ufer im Gras entspannen – das mache ich unheimlich gerne in Köln.

Neben dem Rhein finde ich besonders die Diversität Kölns beeindruckend. Die Stadt ist ständig im Wandel, immer wieder gibt es neue Ecken zu entdecken. Die vielen kleinen und gemütlichen Cafés beispielsweise. Am liebsten würde ich mich in jedes einmal hineinsetzen, den Tag dort verbringen, die Menschen beobachten und die Atmosphäre genießen.

Vielen Dank, ihr Beiden!

 

Ihr habt Lust auf Green Shopping bekommen? Dann schnappt euch schnell das neuste Update unserer App und erkundet die schönsten nachhaltigen & fairen Geschäfte der Domstadt! Für Apple-Verwender einmal hier entlang, die App im Google Play Store findet ihr hier.

 

(Bilder: subvoyage)